Vegan / Vegetarisch - gesund oder ungesund?

Hör es dir hier an oder viel Spaß beim Lesen!!!

Das Streitthema: "Vegane Ernährung führt zu  einer Mangelernährung!", "Gerade die wertvollen B-Vitamine und das Eisen fehlen dir!",  "Wenn du Sport machst, brauchst du Fleisch! Das bringt dir hochwertiges Eiweiß."

Sicher kennst du irgendeine der genannten Aussagen über pflanzliche Ernährung, sei es nun vegan oder vegetarisch. Eine tolle Aufklärung und einige Erfahrungsberichte zeigt der Film "The Game Changers". Dieser Dokumentarfilm sieht sich mit so viel Spannung an, wie ein Spielfilm. Es macht wirklich Spaß. Schau doch einfach mal bei Youtube nach und sehe ihn dir an. Hier schreibe ich mal ein paar Kernaussagen kurz und knapp zusammen, die der Film wiedergibt.

Nährstoffreichtum statt Nährstoffmangel

Die australische Sprinterin, Morgan Mitchel erzählt, dass sie trotz pflanzlicher Ernährung sehr gute Eisen- und Vitamin B 12 Werte hat. Pflanzenesser bekommen 70% mehr Protein, als sie benötigen. Es ist eine Lüge der Nahrungsmittelindustrie, dass pflanzliches Protein minderwertig sei. Pflanzen haben alle Aminosäuren, die der Körper benötigt. 

Pflanzliches Protein enthält viele Antioxidantien und Mineralstoffe. Es sind sogar bis zu 64 Mal so viele Antioxidantien enthalten, wie in Fleisch. Tierisches Protein dagegen enthält viele entzündungsfördernde Stoffe, die der Darm aufnimmt. Schon nach dem Verzehr eines Hamburgers kommt es im Blut zu einem Anstieg um 70% dieser entzündungsfördernden Stoffe.

 

Leistungssteigerung durch pflanzliche Ernährung

Die amerikanische Rennradfahrerin, Dorothy Lee „Dotsie“ Bausch erzählt, dass sie sich mit der pflanzlichen Ernährung nicht nur besser fühlt, sondern auch leistungsfähiger geworden ist. Sie konnte ihre Maximalkraft deutlich verbessern. Kendrick Farris hat sich als veganer Gewichtheber schon mehrmals für die olympischen Spiele qualifiziert und zwei US-Rekorde gebrochen.

Patrik Baboumain erzählt, wie er durch seine pflanzliche Ernährung an Stärke zunahm und anschließend als Gewichtheber mehrere Weltrekorde brechen konnte. 

Es wurde anhand von Blutanalysen festgestellt, dass der Blutfluss in den Organen und Muskeln durch Fleischverzehr beeinträchtigt wird. Bis zu 7 Stunden nach dem Essen kann bei Fleischessern der Blutfluss negativ beeinflusst sein. Das verringert die körperliche Leistungsfähigkeit.

Allein die leistungssteigernde Wirkung von rote Beete Saft bewirkte, dass die Untersuchungsteilnehmer bis zu 22% länger Radfahren konnten und bis zu 19% mehr Leistung beim Bankdrücken vorweisen konnten.

 

Pflanzliche Ernährung fördert die Regeneration

Derrick Morgan ist Footballspieler stellte fest, dass er sich durch die pflanzliche Ernährung schneller von Verletzungen erholte. Er hatte weniger Muskelkater, geringere Schwellungen und kaum Entzündungswerte in seinem Blut. Die Ernährung stimuliert sein Immunsystem. Neues Gewebe kann sich schneller bilden und Verletzungen können so schneller heilen. 

 

Krankheiten wird vorgebeugt

Herzkrankheiten wie Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen entstehen oft wegen schlechter Ernährung. Sie hängen auch sehr stark mit oxidativen Stress zusammen. Die Arterien werden verstopf und entzündungsfördernde Stoffe im Fleisch fördern die Dysfunktion im Herzen. So konnte in einer Studie festgestellt werden, dass Personen, die sich pflanzlich ernährten um bis zu 55% weniger Herzkrankheiten erlitten als Fleischesser. 

Ein 60-jähriger Kampfsporttrainer erzählte davon, dass er sich seit 10 Jahren vegan ernähre. Seitdem war sein Blutdruck von ursprünglich 110 auf 70 gesunken. Sein Ruhepuls liegt unter 50. Er kann sich seit der Umstellung besser konzentrieren und lebt entspannter. Im Training hat er mehr Leistung als vorher. 

Ein Krebsinstitut berichtet, dass Vegetarier, die 1 x die Woche Hänchen aßen, dadurch ihr Darmkrebsrisiko um 30% erhöhten. 

Fleischverzehr fördert die Unfruchtbarkeit bei Männern. Nachweislich verringert sich die Spermienanzahl.

 

Bisherige Theorien sind überholt:

Es ist eine falsche Annahme, dass Steinzeitmenschen viel Fleisch aßen. Menschen sind genetisch und physiologisch nicht für Fleisch gedacht. Um Fleisch zu verdauen brauchen wir sehr lange. Unser Gebiss ist nicht auf das zerreißen von Fleisch ausgelegt, wie es bei den Fleischessern der Wildnis bekannt ist. Vielmehr dient unser Gebiss dem Zermahlen von Essen.

Es ist ein Irrglaube, dass es Vitamin B12 nur in Fleisch gebe. Vitamin B12 wird von Bakterien erzeugt, die sich auch auf Gemüse wie z.B. Kartoffeln befinden, wenn sie frisch aus der Erde geholt werden. Auch frisches Flusswasser enthält entsprechende Bakterien. Die Starke Reinigung, Antibiotikum und Pestizide oder auch Chlor zerstören die nützlichen Bakterien. Tiere produzieren keinerlei Vitamin B12. Auch Fleischesser haben im Schnitt zu 49% einen Vitamin B12 Mangel und sollten substituieren. 

Es gibt den Irrglauben, dass Soja bei Männern durch die pflanzlichen Östrogene den Östrogenwert erhöhen würde und das Risiko für Brustkrebs erhöhen würde. Das ist nicht der Fall. Die Studien wurden alle mit Sojaproteinisulat gemacht. Die Phytoöstrogene der Sojapflanze docken an den Rezeptoren der Zelle an und Blockieren die Andockstelle für das Hormon Östrogen. So wird der Östrogenwert sogar gesenkt. Bei Kuhmilch hingegen kommt es beim Mann zu einem Anstieg des Östrogenlevels um 25% und um ein Absinken des Testosteronlevels um 18%. Das wirkt sich negativ auf die Leistungsfähigkeit aus.

Das bestätigen übrigens auch die Studien aus dem Bestsellerbuch "Krebszellen mögen keine Himbeeren". Würde ich Amazon unterstützen und damit auch die schlechte Behandlung der Angestellten, dann würde ich dir hier einen Affiliate-Link platzieren. Vielleicht ist es dir aber auch stattdessen eine kleine Spende wert ;-)

Gut für die Umwelt

3/4 aller landwirtschaftlich genutzten Ackerflächen werden für die Nutztierhaltung verwendet. Das hat schlimme Auswirkungen auf die Artenvielfalt und den Lebensräumen der wilden Tiere. Es kommt zu großangelegter Entwaldung. 25% der Flüsse gelangen weltweit nicht mehr in den Ozean. Das Wasser wird für die Tierfutterproduktion verwendet. 

Die Fleischindustrie verursacht eine enorme Luftverschmutzung. Sie alleine erzeugt so viele schädliche Emissionen, wie alle Transportmittel, z.B. Flugzeuge, Autos, Schiffe und Züge gemeinsam.

Ein geringerer Fleischverzehr oder sogar eine pflanzliche Ernährung bringt daher eine große Entlastung für die Umwelt!

Kritik zum Film

Nach dem Erscheinen hagelte es auch viel Kritik. Unter anderem findet sich diese auch auf fitbook.de wieder. Und natürlich, wo Interessen sind, vor allem auch wirtschaftliche, da gibt es Gegenargumente. Es ist die Rede davon, dass die zugrunde liegenden Studien eine geringe Teilnehmeranzahl vorwiesen und daher nicht auf die Masse übertragbar sind. Sie sind auch in wenig renommierten Zeitschriften erschienen, die keinen so hohen Qualitätsstandard an Studien legen.

Kritisiert wird unter anderem konkret, dass der Anstieg von Entzündungswerten nach dem Verzehr eines Hamburgers nur temporär ist. Der Film machte aber den Anschein, als ob das dauerhaft so sei.

Es könnte auch sein, dass die Feuerwehrleute, die sich dem Praxistest einer pflanzlichen Ernährung unterzogen haben, sonst sehr viel durch Fertigprodukte ernährt haben. Dann hätte auch eine gesunde Mischkost, mit magerem Fleisch zu einer Verbesserung geführt.

Fazit

Wo Licht ist, ist auch Schatten und wo verschiedene Interessen sind, werden diese versuchen, ihre Meinung durchzusetzen. Der Mensch ist ein Individuum. Vielleicht werden wir im Ernährungsbereich nie auf eine Studie kommen, die auf alle Menschen gleich übertragbar ist. Und wenn doch, dann ist sie so unrelevant, dass wir sie gar nicht bräuchten wie z.B. Du musst etwas essen, sonst kannst du verhungern. Vielleicht aber auch nicht????

Das schöne an Ernährung ist, du kannst es einfach selbst ausprobieren und deine eigenen Werte überprüfen lassen. Du kannst, wenn du gesund bist, auch einfach mal bemerken, ob es dir besser geht oder nicht.

Weiterempfehlung

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